Die
Wärme zur Deckung des Heizwärmebedarfs von mehreren Gebäuden, wird
zentral in einem Fernheiz-(kraft-)werk erzeugt. Als Wärmeträger wird
Warm- oder Heißwasser bzw. Dampf mit Temperaturen bis ca. 180 °C und
Drücken bis ca. 40 bar verwendet und über ein Rohrleitungssystem
(Fernwärmenetz) zu den einzelnen Verbrauchern transportiert.
Moderne Fernwärmeversorgungen werden mit Wassertemperaturen bis max.
120 °C betrieben; in solchen Fällen ist dann auch der Einsatz von
Kunststoffrohren (z.B. VPE) möglich.
Die Versorgung der Gebäude mit Fernwärme erfolgt zumeist indirekt mittels
Übergabestation.
Diese bestehen hauptsächlich aus einem Wärmetauscher wie
z.B. einem Gegenstromapparat, oder einem Dampfumformer, usw. Neben der Verwendung
von Übergabestationen sind auch kleinere Wärmenetze, u.a. zur
Nahwärmeversorgung, mit direktem Anschluss an das Heiznetz der zu versorgenden Gebäude im Einsatz.
Gegenstromapparate
funktionieren wie der Name schon sagt nach dem Gegenstromprinzip und
werden hauptsächlich zur Erwärmung des Heizwassers für die
Gebäudeheizung verwendet. In diesem Fall liegt die Problematik weniger
bei der Bildung einer Kalkschicht sondern mehr in den
Schlammablagerungen aus dem Heizkreislauf.
Durch
die Schlammablagerungen verkrusten und verstopfen die
Gegenstromapparate. Die regelmäßige Entkalkung und Entschlammung sollte
im Spülverfahren spätestens alle 3-4 Jahre durchgeführt werden.
Gegenstrom- apparate, die regelmäßig entschlammt und entkalkt werden,
sind vor diesen Problemen geschützt. Andernfalls kann eine komplette
Demontage und Zerlegung des Apparates erforderlich werden.
Hohe
Ausfallzeiten und hohe Kosten für die Reinigung sind die
Folge!